Ohne Studio und Team: So läuft die WM-Übertragung


Ohne Studio und Team: So läuft die WM-Übertragung

Handball-Sponsor DKB hat sich die Übertragungsrechte der Handball-WM 2017 geschnappt. Es werde ein auf Deutschland beschränkter, "möglichst attraktiver Livestream" bereitgestellt, "ohne dabei jedoch das Rahmenprogramm klassischer TV-Berichterstattungen zu kopieren". Zuschauer können den Stream direkt auf der DKB-Seite oder aber via Youtube auf dem DKB-Kanal sehen. Außerdem begleiten sie das Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Brasilien sowie die Halbfinals und das Finale. "Die Übertragung beginnt mit dem Einlauf der Mannschaften ins Stadion und endet kurz nach dem Spiel". Kein längeren Analysen. Beim Livestream der Deutschen Kreditbank (DKB) von der Handball-Weltmeisterschaft in Frankreich fehlt einiges, was Zuschauer von TV-Übertragungen eines Turniers gewohnt sind. Vielleicht muss man sich auch einfach daran gewöhnen, dass Streaming-Dienste und Online-Übertragungen in absehbarer Zeit fest zu unserer Sportkultur gehören werden. Die DKB hat niemals behauptet, dass sie ein Fernsehender ist und dass sie es machen will.

Der Sponsor war als Notlösung eingesprungen - ansonsten würden die Spiele der deutschen Europameister aufgrund eines seit Monaten schwelenden Streits mit dem katarischen Rechteinhaber beIN Sports wahrscheinlich nicht frei empfangbar zu sehen sein.

Hanning kündigte weitere Gespräche mit dem Weltverband IHF während der WM in Frankreich an, er betonte jedoch auch: "Die Wahrheit ist aber: Im Entscheidungsgremium des IHF haben wir überhaupt keinen Einfluss".

Im Vorfeld der Übertragungen habe die DKB mit ihren Partnern auch sichergestellt, dass die Anforderungen an das Geo-Blocking erfüllt werden - die Handball-WM wird über die DKB also nur in Deutschland zu sehen sein. Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann müssen wir sagen: "Es hat nur ein einziges Land ein Problem - und das ist Deutschland". Nächster Gegner ist am Sonntag (14.45 Uhr/handball.dkb.de) Chile.

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