Kam aus Libyen: Airbus mit 118 Menschen an Bord offenbar entführt


Kam aus Libyen: Airbus mit 118 Menschen an Bord offenbar entführt

In Libyen hat es eine Flugzeugentführung gegeben.

Nervenkrieg um Afriqiyah-Airways-Flug 8U209: Zwei Männer entführen die libysche Maschine mit mehr als 100 Menschen. Die Zeitung "Malta Today" berichtete, bei dem Flugzeug handele es sich um einen Airbus A320. Unklarheit herrschte auch über die Zahl der Entführer: Maltas Regierung sprach von einem Entführer, der der Crew mit einer Handgranate gedroht habe. Zuvor hatten sie offiziellen Angaben zufolge alle Passagiere freigelassen. Vertreter der Regierung hatten die Verhandlungen mit den Entführern geführt. Der maltesische Regierungschef Joseph Muscat hat beim Online-Kurzmitteilungsdienst Twitter geschrieben, dass Sicherheits- und Rettungskräfte bereit stünden. Wenig später wurde eine zweite Gruppe herausgeführt. Die Entführer hätten sich ergeben und seien in Gewahrsam genommen worden.

Auch einige Crew-Mitglieder dürften demnach mittlerweile das Flugzeug verlassen. Wie die "Times of Malta" am Freitag meldete, war die Maschine der libyschen Afriqiyah Airways mit 118 Menschen an Bord auf einem Inlandsflug von Sabha nach Tripolis. Die Maschine stand am frühen Nachmittag umringt von Militärfahrzeugen auf dem Rollfeld. Welche Forderungen der oder die Entführer stellen war zunächst unklar.

Die Entführung einer libyschen Passagiermaschine ist in Malta glimpflich zu Ende gegangen. Beide forderten offenbar Asyl in Malta.

Einer der Entführer hatte bei der Öffnung der Flugzeugtüre einen grüne Flagge geschwenkt. Zuvor hatten maltesische Medien berichtet, beide seien Anhänger des gestürzten ehemaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi gewesen. Nach Angaben von Passagieren sollen sie mit Granaten bewaffnet gewesen sein. Der Internationale Flughafen Malta bestätigte ebenfalls via Twitter, dass es einen "widerechtlichen Eingriff "in die Flughafenhoheit gab".

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