Förderkürzung: Öl-Länder drehen an der Preisschraube


Förderkürzung: Öl-Länder drehen an der Preisschraube

Nach Angaben auf der Twitterseite des Ministeriums einigten sich die zwölf anwesenden Nicht-OPEC-Länder am Samstag auf eine Drosselung der Produktion um 612'000 Barrel (je 159 Liter).

Ziel ist es, den Ölpreis wieder in die Höhe zu treiben. Jene Öl-Förderstaaten, die nicht Mitglied des Ölkartells sind, hätten bei einem Treffen in Wien zugestimmt, gemeinsam 562.000 Barrel pro Tag weniger zu produzieren. Er rechne damit, dass die Nicht-OPEC-Länder in Wien insgesamt eine Kürzung um 600.000 Barrel zusagen. Der Einladung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) waren rund ein Dutzend Länder wie Russland, Mexiko, Aserbaidschan und Kasachstan gefolgt. Er rechne damit, dass im Anschluss an das Treffen eine Übereinkunft unterzeichnet werde, sagte er russischen Agenturen zufolge.

"Das ist ein historischer Tag", hatte OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo vor den Beratungen bereits Optimismus verbreitet. Andere Exporteure schlossen sich im Grundsatz an.

Die Maßnahme unterstützt die jüngst von der Opec beschlossene eigene Kürzung ihrer Produktion um 1,2 Millionen Barrel am Tag im ersten Halbjahr 2017. Es ist seit 2008 das erste Mal, dass die Opec und andere Ölförderländer gemeinsam eine Produktionskürzung beschließen. Das neue Limit soll bei 32,5 Millionen Barrel täglich liegen. Russland will demnach 300'000 Barrel weniger fördern, Mexiko will 100'000 Barrel und Kasachstan 50'000 Barrel aus dem Markt nehmen. Mit diesen Schritten dürfte der Preis für Benzin und Heizöl zumindest kurzfristig weiter steigen. Nach dem Opec-Beschluss Ende November war der Preis für die Nordseesorte Brent um rund 15 Prozent auf fast 55 Dollar gestiegen. Allerdings erwarten Experten mittelfristig keine weitere deutliche Verteuerung.

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