Videos werden freigeschaltet Gema und Youtube einigen sich


Videos werden freigeschaltet Gema und Youtube einigen sich

Weiterhin bestehen unterschiedliche Rechtsauffassungen zwischen YouTube und der GEMA darüber, ob YouTube oder die Uploader für die Lizenzierung der genutzten Musikwerke verantwortlich sind. Musiker erhielten künftig Geld, wenn ihre Clips aufgerufen werden. Für jeden Abruf eines Musikvideos stellte die Gema 0,375 Cent in Rechnung und - verlor den Prozess. Mit der Einigung dürfte nun auch dem Deutschland-Start des bezahlungspflichtigen und werbebefreiten Dienstes YouTube Red nichts mehr im Wege stehen, der ebenfalls durch die Vereinbarung gedeckt wird. Das Videoportal informiert die Gema über Abrufzahlen und leistet entsprechende Zahlungen, welche die Gema dann an ihre Mitglieder weitergibt. Von der GEMA vertretene Künstler wiederum profitierten davon, dass sie via YouTube "neue Fans" erreichten und zugleich ihre Musik "monetarisieren" könnten. Über die Summe, die YouTube pro Videoabruf an die GEMA zahlt, wurde laut jedoch Stillschweigen vereinbart. Das bedeutet: Musikvideos, die unter Gema-Lizenz laufen, für die Youtube bislang nicht bezahlen wollte, sollen freigeschaltet werden. Komponisten, Autoren und Musikverleger, die Mitglied der GEMA sind, werden nunmehr in der Lage sein, ihre Musik auf YouTube in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu monetarisieren und mit Hilfe von Werbung zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Es geschehen noch Wunder, erst veröffentlicht Apple eigene Android-Apps und nun einigen sich die Google-Tochter YouTube und die deutsche GEMA. Die Vereinbarung deckt neben dem werbefinanzierten Dienst auch den neuen Subscription Service ab, den Youtube bereits in den USA anbietet und der auch in Europa starten soll.

Der Gema-Direktor für Sendung und Online, Thomas Theune, sagte dem Portal "faz.net", es handele sich um einen "Meilenstein". Die Vereinbarung gilt offenbar rückwirkend für die Jahre bis 2009. Youtube hat sich zu dieser Lösung bereitgefunden, ohne den von der Gema ins Feld geführten Anspruch rechtlich anzuerkennen. Wie viel Euro YouTube an die Gema überweist, damit seinen Nutzern zukünftig keine Sperrtafeln ("Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar") angezeigt werden, ist nicht bekannt.

Diese Sperrtafeln auf Youtube seien illegale Anschwärzung und Herabwürdigung der Gema und mussten geändert werden.

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