Schon mehr als 100 Fälle | Augengrippe grassiert in Bonn


Schon mehr als 100 Fälle | Augengrippe grassiert in Bonn

Es kann zu einer Augenlidschwellung und einer Vergrößerung der Lymphknoten vor dem Ohr kommen.

Bei einer Augengrippe ist das betroffene Auge gerötet. Berühren andere Menschen diese Gegenstände und reiben sich im Anschluss im Gesicht, können sie sich mit der Augengrippe anstecken.

In den vergangenen zwei Wochen sind beim Gesundheitsamt der Stadt Bonn über 100 Fälle der sogenannten Augengrippe gemeldet worden. Nach Ansicht der Gesellschaft für Virologie (GfV) könnten "Fehler und Nachlässigkeiten" bei der Hygiene in den Praxen und Kliniken zu der großen Zahl von Krankheitsfällen mit Augengrippe beigetragen haben.

Die Infektionen am Auge werden von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Viren sind nicht nur hoch ansteckend, sondern auch sehr widerstandsfähig. Was es jedoch mit der hochansteckenden Augengrippe auf sich hat, ist für viele unklar - dabei ist die Wichtigkeit ganz deutlich: Immer mehr Menschen in Deutschland stecken sich mit der Krankheit an - in Nordrhein-Westfalen wird mittlerweile schon von epidemischen Ausmaßen gesprochen, wie Care Vision berichtet. Sie können unter anderem Durchfall-Erkrankungen, Infektionen der Atemwege, Mandelentzündungen oder eben Augenentzündungen hervorrufen. Zudem ist ein Patient in der Regel in den ersten zwei Wochen der Erkrankung ansteckend, schleppt das Virus also recht lange mit sich herum.

Die Augengrippe verbreitet sich durch Schmierinfektion, durch die Tränenflüssigkeit.

In den meisten Fällen heilt die Augengrippe vollständig aus. Diese aggressive Form der Bindehautentzündung wird durch hoch ansteckende Adenoviren ausgelöst. Ist die Hornhaut getrübt, kann jedoch das Sehvermögen über längere Zeit beeinträchtigt sein. Eine Schutzimpfung gegen Adenoviren gibt es nicht. Tückisch an der Augengrippe ist, dass Antibiotika gegen sie nicht helfen, da nicht Bakterien, sondern Viren die Ursache sind.

"Um sich zu schützen, gibt es nur eins: Hygiene, Hygiene, Hygiene", sagt Mirko Kösterke.

Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist unerlässlich, Kontakt mit Erkrankten sollte vermieden werden. Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs sollten vorübergehend nur von den Erkrankten allein verwendet werden, etwa Handtücher, Waschlappen und Cremes. Kopfkissen und Handtücher sollten nur von einer Person benutzt werden. Betroffene sowieso. Für sie sind auch Schwimmbad- und Saunabesuche tabu.

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