Erste Penis-Transplantation gelingt in den USA


Erste Penis-Transplantation gelingt in den USA

Das Geschlechtsteil des Patienten Thomas Manning musste Medienberichten zufolge 2012 wegen seiner Krebserkrankung amputiert werden. Nach Klinikangaben hatten sich die Ärzte über drei Jahre lang auf die Transplantation vorbereitet. Der 64-Jährige kann sogar auf Sex hoffen.

In den USA wurde erstmals eine Penis-Transplantation durchgeführt.

Der Bostoner Arzt Curtis Cetrulo, der die Transplantation leitete, sagte bei einer Pressekonferenz, die OP habe drei wichtige Ziele gehabt: dafür zu sorgen, dass der transplantierte Penis natürlich aussehe, dass damit normales Urinieren möglich sei und dass letztendlich eine normale Sexualfunktion erreicht werden könne. Später sei das Organ auch sexuell funktionsfähig.

Die Penis-Transplantation war nötig, da das Geschlechtsteil des Patienten von Krebs befallen wurde.

Die Transplantation war bereits vergangene Woche durchgeführt worden. Das Spenderorgan stammte von einem Verstorbenen, dessen Blutgruppe mit der des Patienten übereinstimmte. Nach Angaben des Krankenhauses ist es aber zu früh, um festzustellen, ob der Eingriff erfolgreich war oder nicht.

Ende 2014 war in Kapstadt erfolgreich ein Penis transplantiert worden. Die Operation war zwar gelungen, doch der Patient und seine Ehefrau hatten psychische Probleme mit dem neuen Penis. Einige Monate nach der Operation hatte der Mann mit dem Spenderorgan ein Baby gezeugt.

In den USA gibt es einen anderen Grund: Viele Kriegsveteranen leiden in der Folge von Bombenexplosionen an Verletzungen im Genitalbereich.

Es ist kein Zufall, dass sich ausgerechnet Südafrika und die USA mit der Penistransplantation beschäftigen. Zwischen 2001 und 2013 betraf das 1367 US-Soldaten, die im Irak oder in Afghanistan verwundet worden waren.

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